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| Verkostungs-Notizen: Tofu | * Generelles zu HOIO's Verkostungen hier. |
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Auf eine ausgiebige Degustation verschiedener Tofu-Sorten haben wir verzichtet. Wir haben die Unterschiede zwischen den einzelnen Sorten als nicht sehr markant empfunden. Die Differenzen sind oft eher produktionstechnischer Natur – also biologisch oder konventionell, offen verpackt oder vacuumisiert etc. Hier stellen wir also im Moment lediglich eine Sorte Seidentofu vor. |
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Seidentofu wird im Westen zumindest meist in Plastikverpackungen angeboten, die an Wurstprodukte erinnern. Oft wird man aufgefordert, diese Verpackung in der Mitte auseinander zu schneiden. So auch im Fall der Marke Vita Tofu. Der Tofu ist völlig glatt und hat etwa die Konsistenz eines sehr festen Joghurts oder eines industriell hergestellten Weisskäses (wie «Gerber Gala» oder «La Vache qui rit»). Der Tofu ist von leicht gebrochenem Weiss und hat einen neutralen Geschmack mit der für Tofu typischen. leichten Bohnen-Note im Hintergrund. |
Wir haben die ganze Packung zusammen mit einer reifen Thai-Mango im Mixer püriert. Das Resultat war eine mittelsüsse Creme. Sie schmeckte nach Mango und hatte vor allem auch jenen für den westlichen Gaumen leicht seltsamen, freundlichen, exotischen, irgendwie fast kindlichen Bohnengeschmack, den Tofu vor allem in süsser Zubereitung haben kann. (Wiederholte Versuche haben gezeigt, dass die Creme nur mit einem wirklich reifen Mango gut wird.) Made in Thailand. Verkostung vom 4. August 2009 in Zürich. (Gekauft bei «Asia Store», Zürich) |
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| Verkostungs-Notizen: Tofuhaut | * Generelles zu HOIO's Verkostungen hier. |
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Nachfolgend werden einige Produkte aus Tofuhaut vorgestellt, die wir persönlich haben degustieren können – geordnet nach Marke. Die Zubereitung fällt je nach Produkt recht unterschiedlich aus. Da Tofuhaut in unserem westlichen Küchenalltag kaum eine Rolle spielt, geben wir hier in Kurzform auch einige unserer küchenpraktischen Erfahrungen wieder. |
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Butterfly Brand Die gerollte Tofu-Haut der Marke «Butterfly» ist relativ dick und sollte deshalb mindestens ein bis zwei Stunden eingewicht werden bevor man sie weiter verkocht. Sie behält auch nach längerer Kochzeit ihren Elastizität und ihren Biss. |
Tofuhäute, in Streifen geschnitten, sehen aus wie Nudeln und lassen sich auch ähnlich kochen. Wir haben die Nudelhaftigkeit von Yuba beim Wort genommen und zunächst eine klassische Wild-Pastasauce gekocht – aus fein geschnetzeltem Hirschfleich, Zwiebeln, Rotwein und Dosentomaten (Pelati), aromatisiert mit schwarzen Oliven. Dann haben wir die Tofuhaut eine Stunde lang in Wasser eingeweicht, in etwa 1 cm breite Streifen geschnitten (die harten Stellen entfernt) und die Haut rund 30 Minuten in der Sauce köcheln lassen. Für zwei Personen haben wir ein ganzes Paket Tofuhaut der Marke «Butterfly» verkocht – das Rezept lässt sich jedoch bestimmt ebenso gut mit anderen Yuba-Sorten zubereiten. Das Resultat war interessant – die Haut verband sich gut mit der Sauce, war schön im Biss (deutlich kräftiger als Nudeln), und steuerte auch einen kleinen, feinen Bohnen-Eigengeschmack bei. |
Made in China (Butterfly Brand). Verkostung am 4. Oktober 2009 auf der Riederalp. (Gekauft bei «Lian Hua», Zürich). |
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Dali Bei Auspacken macht sich ein fast etwas ranziger Geruch bemerkbar. Die Blätter sind etwa so gross wie ein A3-Blatt, bernsteinfarben und fühlen sich leicht ölig an. Auch gewaschen haben die Blätter einen starken, unverkennbaren Duft, der einen während des ganzen Kochprozesses begleitet – und sich auch noch in der fertigen Speise wiederfinden lässt. Wir haben die Blätter zu einem Salat verkocht – und zwar nach folgender Methode: |
1. 50g Tofu-Haut in kaltem Wasser 10 Minuten lang eineichen, um die Brüchigkeit zu reduzieren. 2. Haut locker aufrollen und in nudelartige Streifen zerschneiden. 3. Die Hautstreifen In kochendem Wasser rund 5 Minuten blanchieren. Abtropfen lassen. 4. 1 kleine Gurke von etwa 300 g schälen, entkernen und in feine Lamellen schneiden. Mit den Hautstreifen vermischen, die erstaunlicherweise auch kalt nicht wirklich zusammenkleben (wie das etwa bei Pasta der Fall wäre). 5. Im Mixer eine Sauce herstellen aus: 1 gehäufter EL dunkler Miso, 2 EL Wasser, 1 EL heller Reiseessig, 2 TL frischer, fein gehackter Ingwer, 2 TL schwarzer Sesam und 1 EL Olivenöl. 6. Kurz vor dem Essen die Sauce mit der Tofuhaut und der Gurke vermischen, 1 bis 2 TL schwarzer Sesam (für das Auge) und 2 EL Frühlingszwiebeln beigeben - und zum Beispiel ein paar Streifen rohen Lachs darauf legen.
Made in China by Zhejiang Cereals, Oils & Foodstuff. Verkostung (des Salates) mit Monika Studer und Christoph van den Berg am 4. August 2009 in Zürich. (Gekauft bei «Lian Hua», Zürich).
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Diese Tofuhaut wurde vor dem Trocknen erst zu Stäbchen aufgerollt, dann ein Mal verknotet. Wir haben die Stäbchen 8 Stunden lang in kaltem Wasser eingewicht und dann 1 Stunde lang in Sojasauce und Reiswein mit etwas Ingwer, Knoblauch, Chili und eigelegtem Sichuan-Gemüse geschmort. Sie hatten dann immer noch einigen Biss, vor allem natürlich an der verknoteten Stelle: Nicht gerade wie Fleisch von der Konsistenz her – und doch vom Effekt her irgendwie ähnlich. Die Tofuknoten nehmen die Sauce gut |
auf und haben doch auch einen ganz eigenen Geschmack, ein wenig wie Brot ein wenig wie al dente gekochte Teigwaren. Made in China (Double Dragons Brand, Guangxi Wuzhou Eastrich Import and Export). Verkostung am 5. August 2009 in Zürich. (Gekauft bei «Lian Hua», Zürich). |
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Double Dragon Brand Im Grunde ist diese Tofuhaut, die vor dem Trocknen zu Stäbchen aufgerollt und dann in etwa 12 cm lange Stücke geschnitten wurde, identisch mit den oben beschriebenen Knoten derselben Marke. Die Stäbchen müssen jedoch nicht so lange eingewicht werden und haben beim Kochen die Tendenz, sich aufzurollen. Sie haben folglich auch eine etwas andere Konsistenz, die eher an Pasta erinnert als an Fleisch. |
. Made in China (Double Dragons Brand, Guangxi Wuzhou Eastrich Import and Export). Verkostung am 24. September 2009 in Zürich. (Gekauft bei «Lian Hua», Zürich). |
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Auf der Verpackung steht geschrieben: «Brief introduction of products: Product this adopt Canada import high-quality soybean raw materials, with traditional processing method and scientific craft being refined to and become, nutritious tasting clear alcohol, mouth feel slip tender, and method such as being and dressed with sauce make delicacies but with fry, praise, braise, braise, steam, it is good for health to eat throughout the year!” Letzeres ist tröstlich, das davor sicher die Anleitung zu einem fantastischen Gericht. Wir haben es dennoch vorgezogen, ein wenig zu improvisieren und schlagen zum Beispiel die Zubereitung nach dem folgenden Rezept vor: 50g Tofuhaut in kaltem Wasser rund 1 Stunde einweichen, abspülen und abtropfen lassen. Die Stangen in etwa 0.5 bis 1 cm dicke Streifen schneiden. Dabei kann man alle Partien aus den Stangen wegschneiden, die sich noch hart und kompakt anfühlen – denn sie werden bei dieser Garmethode mutmasslich hart bleiben. 1 etwa walnussgrosses Stück Ingwer und 3 Knoblauchzehen fein hacken und in 2 EL Öl andünsten. 200g Rinderhackfleisch beigeben und krümelig braten (dabei die Fleischklösschen mit einem Kochlöffel gut auseinander drücken). |
1 fein gehackte Zwiebel untermischen, Sojahaut-Stücke dazu geben und kurz mitdünsten. Ablöschen mit: 3 EL helle Sojasauce, 3 EL Shao Xing Reiswein, 2 dl Wasser, 1 knapper Esslöffel dunkle Misopaste, 2 TL Chilibohnenpaste. Alles gut vermengen und halb zugedeckt bei niedriger Temperatur rund 30 Minuten lang garen lassen. Zum Schluss Frühlingszwiebeln und ein paar Tropfen Sesamöl beigeben. Das Gericht schmeckt rassig und hat den typischen Bohnengeschmack der Tofuhaut. Das Yuba wird weich wie etwas ledrige Nudeln oder wie Haut. Reis passt gut dazu und vielleicht ein nur gedünstetes Gemüse – als Ausgleich zum heftigen Aroma. Made in China (Hongxiang Brand – Huizhou Zhongxing Food Limited Company Product, Guangdong). Verkostung (des Rezeptes) mit Eveline Suter und Eva Dietrich am 15. September 2009 in Zürich. (Gekauft bei «Lian Hua», Zürich). |
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(Lian Hua) Beim Einkauf dieser freundlich verpackten Tofu-Haut in Zürich haben wir nicht auf das Verfallsdatum geachtet – die zahlreichen Bruchstücke in der Tüte hätten uns warnen müssen. Wir kauften den Tofu im August 2009 – mindestens haltbar war er bis Dezember 2006. Wir haben uns deshalb nicht getraut, den Tofu zu verkochen – was angesichts seiner Zerbrechlichkeit ohnehin schwierig gewesen wäre. |
Made in China? Keine Verkostung. (Gekauft im August 2009 bei «Lian Hua», Zürich).
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| Verkostungs-Notizen: Bearbeiteter Tofu | * Generelles zu HOIO's Verkostungen hier. |
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Nachfolgend werden einige Arten und Sorten von Bearbeitetem Tofu vorgestellt, die wir persönlich haben degustieren können – geordnet nach Berbeitungsart und dann nach Marke. Auf dieser Seite finden sich auch Spezialitäten wie der Blut-Tofu, die streng gebommen eigentlich nicht als Tofu angesehen werden können – und doch stösst man im Rahmen der Tofu-Recherchen unweigerlich darauf. |
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Fu Chi Das Tofu hat eine hellbraune Farbe – etwa wie Karamell oder Erdnussbutter. Die Stücke sind relativ klein und schwimmen in ziemlich viel Sauce, zusammen mit ganzen Sojabohnen und Reiskörnern. Der Duft ist weniger penetrant als bei anderen Sorten – leicht käsig-säuerlich und fast ein wenig lieblich. Auch im Mund ist dieser Tofu nicht sehr heftig. Er schmeckt salzig, leicht süsslich-zuckrig, fast etwas blumig-lieblich, ganz leicht säuerlich nur. Das Bohnenaroma ist nicht sehr ausgeprägt – ein nussiges Aroma schwingt im Hintergrund mit. |
Beim Kochen mit diesem Tofu tritt seine Süsse (der beigefügte Zucker) übermässig stark in den Vordergrund, was zu unangenehmen Überraschungen führen kann. Bei Rezepten mit fermentiertem Tofu sollte man also besser auf andere Marken zurückgreifen (etwa auf Shii Fure). Made in Taiwan
(Fu Chi Foods, Taipei). Verkostung am 2. November 2009 in Zürich. (Gekauft bei «Lian Hua», Zürich). |
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Shii Fure Die kleinen Gläschen mit «Chinese Cheese» wie es auf dem Deckel heisst, werden ungekühlt verkauft – sollen aber nach dem Öffnen im Kühlschrank aufbewahrt werden. Sie enthalten kleine Tofu-Kuben, die in einer rötlichen, leicht schleimigen Sauce schwimmen. Der Tofu selbst hat ein glatte, feste Konsistenz. Der Duft ist markant und erinnert zugleich an Blauschimmelkäse und ein wenig an verbrannten Gummi – auch Sesam, Nougat und eine leichte Röstnote machen sich bemerkbar. Im Mund ist er salzig, scharf, leicht sauer, etwas wie Blauschimmelkäse – manche nehmen auch eine leicht künstliche Note wahr. Auch in Thailand kocht man gelegentlich mit fermentiertem Tofu. Wir haben, frei nach Johnson, ein Rezept ausprobiert, in dem eingelegtes Tofu mit Kokosmilch, Hackfleisch vom Schwein und Garnelen zu einem Relish eingekocht wird, das man dann lauwarm oder kalt zum Beispiel zu rohem Gemüse servieren kann. Die Sache schmeckt intensiv wie etwa eine gute Bratensauce. Das Aroma wird vom Tofu dominiert, der jedoch das ‹Blauschimmelkäsige› im Verlauf des Kochprozesses weitgehend verliert. Die leichte Säure kommt von der Tamarinde.
Rechts: Eine nicht gerade orthodoxe aber durchaus freudige Kombination. Das hier vorgeschlagene Relish (die braune Sauce rechts in der Tasse), serviert mit rohem Gemüse, Coppa, gekochten Garnelen, schwarzen Oliven und Walliser-Brot. Angerichtet mit etwas Weisswein auf der Riederalp – alpine Weltküche sozusagen. |
Zum Rezept: 250 ml Kokosmilch und 1 dl Hühnerbrühe zum Kochen bringen. 4 gehäufte EL eingelegtes Tofu und 4 EL der Einlegsauce beigeben. Rühren (vielleicht am besten mit Hilfe eine Schneebesens) bis sich die Tofublöcke vollständig in der Sauce aufgelöst haben. Unter häufigem Rühren auf mittlerer Hitze rund 20 Minuten lang etwas eindicken lassen. Dann folgende Zutaten beigeben: 2 TL Tamarindenkonzentrat (oder 4 EL Tamarindenwasser), 1 EL Palmzucker, 1 knapper TL gemahlener weisser Pfeffer, 1 fein gehackte Chilischote, 60 g Schweinshackfleisch, 8 geschälte und mit der Gabel zerdrückte Garnelen. Nochmals 20 Minuten oder auch länger auf mittlerer Flamme bei häufigen Rühren köcheln lassen – bis die Sauce eine dickflüsige Konsistenz angenommen hat. 1 bis 2 Zwiebeln oder Schalotten in feinen Ringen beigeben und nochmals rund 10 Minuten köcheln lassen. Solo ist das Tofu von Shii Fure eine eher heftige, frivole Sache – zum Apero interessant auch mit rohem oder gedünstetem Gemüse, was die Heftigkeit etwas dämpft. |
Made in Taiwan (Jia Fei Food Enterprise). Angegebene Zutaten: Beancurd, Salt, Chili, Sesame Oil. Verkostung des rohen Tofus am 22. Juli, 3. und 4. August 2009 in Zürich. (Gekauft bei «Lian Hua», Zürich). Verkostung des Tofu-Relish am 3. und 4. Oktober 2009 auf der Riederalp.
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Shui Kou Das fementierte Tofu ist von einer dunkelroten Farbe und wirkt leicht ölig. Es duftet wie Tofuhaut nach Bohnen und ein wenig nach unreifen Zwetschgen. Im Mund ist es extrem salzig, ziemlich sauer mit dem bewusstem Bohnenaroma – aber ansonstem ohne einen wirklich markanten, eigenen Geschmack. |
Eine heftige, aber nicht sehr interessante Version – mit einem langen, hartnäckigen, eher etwas unangenehmen Nachgeschmack. Made in China
(Fen Yang Bridge Brand). Verkostung am 26. August 2009 in Zürich. (Gekauft bei «Lian Hua», Zürich). |
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Wangzhihe Dieser Tofu wird in etwas grösseren Gläsern verkauft. Auf der Verpackung erkennt man ein «S» auf blauem Grund – dies ist eine Art Brand oder Gütesiegel, das sich auf diversen chinesischen Konserven findet, auch in China selbst. Die vergorenen Tofublöcke schwimmen in einer dunkel-blutroten Sauce – die Blöcke selbst haben eine bräunlich-gräuliche-rote Farbe und eine cremige Konsistenz, die an fetten Frischkäse erinnert. Der Tofu riecht typisch nach Bohne, ein wenig wie Käse in Salzlake auch. Im Mund ist die Sauce eher säuerlich, der Tofu selbst käsig mit markanter Hefenote – man fühlt sich manchmal ein wenig an Leberpâté erinnert. Deutlich macht sich auch ein leichtes Alkohol-Aroma bemerkbar, das möglicherweise von zugefügtem Reiswein stammen könnte. Ein heftiger aber guter Tofu insgesamt. In China wird eingelegter Tofu oft mit Reisbrei (Congee) serviert – beliebt ist auch Wasserspinat mit fermentiertem Tofu. Auf dem Internet finden sich verschiedene Foren, in denen Exil-Chinesen in schwärmerischen Tönen diesbezügliche Erinnerungen an ihre Kindheit schildern. Wir haben verschiedene Zubereitungsweisen ausprobiert und geben hier ein einfaches Grundrezept wieder. 200 g Wasserspinat («Morning Glory») waschen und in etwa 3 cm lange Stücke schneiden. 1 EL Öl in einer Bratpfanne erwärmen. 3 Zehen Knoblauch und 1 walnussgrosses Stück Ingwer fein hacken und andünsten. 1 fein gehackte Chilischote sowie 2 gehäufte TL fermentierte Bohnenpaste (mitsamt etwa 1 TL der Flüssigkeit, in der die Stücke schwimmen) beigeben und den <Käse> mit Hilfe eines Kochlöffels gut zerdrücken. Den Wasserspinat zugeben und kurz anziehen lassen. 3 EL Shao Xing Reiswein und 3 EL Wasser beigeben und alles unter ständigem Rühren rund 3 Minuten dünsten – das Gemüse sollte warm aber natürlich noch knackig sein. Zum Schluss etwa 1 TL gerösteter Sichuan-Pfeffer untermischen und mit weissem Reis servieren. |
Nach einem ähnlichen Verfahren kann man auch anderes Gemüse zubereiten, das sich durch Pfannenühren garen lässt: Chinesischen Broccoli etwa oder Pak Choi. Wer mit dem intensiven Aroma von eingelegtem Tofu noch nicht recht vertraut ist, sollte das Rezept zunächst vielleicht nur mit einem einzigen Löffelchen Tofu zubereiten – wer bereits ‹süchtig› ist nach dem Geschmack, wird wohl etwas mehr als 2 Löffelchen nehmen wollen. Wir haben auch schon Fleisch mit fermentiertem Tofu zubereitet. Eine Hühnerbrust in feinen Streifen schmeckte sehr lecker, wobei wir den Tofu erst nach dem Anbraten des Fleisches mit etwas Reiswein beigegeben haben. Zum Schluss auch hier etwas Sichuan-Pfeffer – sein blumiges Aroma gibt dem eher dunklen Tofu-‹Käse› eine wunderbare Zusatznote. Made in China (Wangzhihe Brand - Beijing Er Shang Group). Zutaten-Liste nur auf Chinesisch – ungefähre Zutaten: Tofu, Salz, Chili, Öl, Roter Reis, Reiswein oder andere Alkoholika. Verkostung (des rohen Tofus und des hier wiedergegebenen Rezepts) am 2. Oktober 2009 auf der Riederalp. (Gekauft bei «Lian Hua», Zürich). |
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COB Thui Dao Dieser frittierte Tofu wird in relativ grossen Blöcken verkauft. Seine Aussenhaut ist goldbraun, poröse, etwas fettig und etwas knackig. Das Innere ist weiss und etwas weicher als bei nicht frittierten Tofus. Neben dem Bohnengeschmack macht sich eine leichte Sesamnote bemerkbar. Der Tofu kann roh verzehrt, gebraten oder geschmort werden – wobei er beim Schmoren weniger zerfällt als nicht frittierte Sorten. |
Made in Switzerland (COB Thuy Dao & Co., Reiden). Angegebene Zutaten: Sojabohnen, Wasser, Kochsalz, Speiseessig, Sonnenblumenöl. Verkostung mit Monika Studer und Christoph van den Berg am 4. August 2009 in Zürich. (Gekauft bei «Asia Store», Zürich). |
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Asahimatsu Chisai Koyadodu Bei den rechteckigen Würfeln in diesem Paket denkt man spontan an Astronautennahrung. Dem Päckchen liegen auch drei kleine Tüten mit je 10 g Gewürzen bei. Da Anleitungen auf Englisch fehlen, haben wir uns an den schmematischen Abbildungen auf der Rückseite der Verpackung orientiert: Wir haben 5 dl Wasser zum Kochen gebracht und 1 Gewürz-Tütchen eingestreut. Dann haben wir vier der Würfel in die siedende Flüssigkeit gegeben und sie 12 Minuten leicht brodeln lassen. Das Resultat ist eine leichte, etwas süssliche Brühe. |
Die Würfel selbst haben eine schwammige, ziemlich spezielle Konsistenz und einen etwas faden, aber nicht uninteressanten Geschmack. Als kleine, wärmende Vorspeise vor einem scharfen Essen nicht unangenehm. Made in Japan (Asahimatsu Foods). Angegebene Zutaten: Sojabohne, Festingungsmittel (E51), Trennmittel (E500), Erbse, Karotte, Shiitake Pilz, Gewürze (Zucker, Sojasaucepulver, Salz, Reisweinpulver, Bonitoextrakt, Algenextrakt, Geschmacksverstärker E621). Verkostung vom 29. September 2009 in Zürich. (Gekauft bei «K. Lee Trading», Zürich). |
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Der Tofu wird als «Baiei Tofu» angeboten und man findet ihn im Tiefkühlfach einzelner Asien-Läden in Europa. Er hat eine Farbe wie etwas fahles Bienenwachs und ist von unterschiedlich grossen Löchern durchzogen. |
Wir haben ihn leicht ausgepresst, in etwa 0.5 cm dicke Scheiben geschnitten und dann in einer scharf-sauren Suppe gekocht (grösstenteils nach dem Rezept von «Suān Xùe», wobei wir anstelle des Blut-Tofus eben Scheiben des gefrorenen Tofus in der Flüssigkeit ziehen liessen – ebenfalls insgesamt etwa 15 Minuten lang). Das Tofu nahm die Aromen der Suppe sehr gut auf und gefiel mit seiner recht festen und doch zarten, ein wenig an Fleischkäse erinnernden Konsistenz. Made in Taiwan (Tzu Hai Tong Food). Angegebene Zutaten: Soyprote in isolated (?), Water, Soybean oil, Verkostung der Suppe mit Eveline Suter und Eva Dietrich am 15. September 2009 in Zürich. (Gekauft bei «Asia Store», Zürich). |
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Blut-Tofu Was in Asien-Läden als «Blood tofu» (Chinesisch 血豆腐, Xiě Dòufǔ), oder «Red tofu» (Chinesisch 红豆腐, Hóng Dòufǔ) angeboten wird, hat mit gewöhnlichem Tofu nur sehr wenig zu tun. Es handelt sich um kaoguliertes Hühner- oder Schweineblut (seltener auch um Enten- oder Rinderblut) – ein Alptraum also für Vegetarier. Meist wird es in Form von etwa faustgrossen Blöcken verkauft, die im Laden in einem Topf mit Wasser schwimmen. In der Regel ist es aussen leicht angetrocknet und dunkelrot bis rotbraun, innen aber feuchter und von einem helleren Rot. |
Roh riecht dieser Tofu stark nach leicht geronnenem Blut – und selbst in gekochter und gewürzter Form bleibt dieses Blutaroma erhalten. In der Regel schneidet man Blut-Tofu in Würfel und kocht es – zum Beispiel in einer Suppe (hier ein Rezept aus dem Restaurant «Le Chien et le Lampion» in Port-Louis. Verkostung vom 4. und 5. August 2009 in Zürich. (Gekauft bei «Lian Hua», Zürich). |
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