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Sardellen sind meist in Schwärmen unterwegs und bewegensich oft in der Nähe von Küsten.

  Sardellen

Familie

Engraulidae (Sardellen)

Sardelle – weitere Namen

Wissenschaftlich: Engraulis encrasicolus (Europäische Sardelle)

Französisch: Anchois

Englisch: Anchovy

Spanisch: Boquerón

Rezepte mit Sardelle

• Mit eingelegten Sardellen:
«Poêle Liberté» (Eintopf mit Kapern, Kichererbsen & Sardellen)

• Mit getrockneten Sardellen:
«Myulchi Bokkeum» (Getrocknete Sardellen in würziger Sauce)

Weitere Vertreter der Familie

• Südamerikanische Sardelle
(Engraulis ringens)

Weiterführende Links

Literatur Fisch- und Meeresfrüchte
 

Sardelle

Sardellen gehören zur Ordnung der Heringsartigen. Sie werden je nach Art zwei bis vierzig Zentimeter lang – die meisten bleiben eher klein (unter 15 cm). Sie haben spindelförmige Körper mit länglich ovalem Querschnitt und gegabelter Schwanzflosse. Ihre Haut wirkt stellenweise durchsichtig, ihre Flanken sind silbrig und ihr Rücken ist dunkel, bräunlich oder silberfarben. Die meisten Sardellen ernähren sich von Plankton, nur einige grössere Arten essen auch kleinere Fische. Sardellen sind meist in grossen Schwärmen unterwegs, oft in Nähe von Küsten. Sie werden mit Treibnetzen oder ringförmigen Netzen (sogenannten Ringwaden) gefischt. Die Europäische Sardelle kommt von der Nordsee bis nach Marokko vor, auch im Mittelmeer und im Schwarzen Meer.

 
Anchovis getrocknet  
Ein Paket mit getrockneten Sardellen aus Korea.  

Verwendung

Frische Sardellen sind vor allem im Mittelmeerraum beliebt, wo sie gebraten oder frittiert werden. Vor dem Braten sollte man sie ausnehmen, was sehr einfach ist: Man greift mit zwei Fingern unter die Kiemendeckel und zieht die Innereien vom Hals her in Richtung Bauch heraus. Der Bauchdeckel ist so dünn, dass man ihn nicht aufschneiden muss. Zum Filetieren drückt man den Fischkörper ein wenig flach, greift die Wirbelsäule und zieht sie sorgfältig aus dem Fleisch – zum Schluss knickt man den Kopf ab. Die kleinen Filets sind so zart, dass es ausreicht, sie von der Hautseite her in etwas nicht zu heissem Olivenöl zu braten – zum Schluss etwas Salz, Pfeffer und vielleicht einen Tropfen Zitronensaft drauf.

 

Sardellen werden auch oft ausgenommen, filettiert, eingesalzen und nach einer Reifezeit (Fermentationszeit) von 6, 12 oder mehr Monaten in den Handel gebracht. Diese Filets werden entweder im Salz oder aber in Öl verkauft (die berühmte Sardelle aus der Dose oder aus dem Glas). Vor allem in Asien werden Sardellen auch getrocknet und je nach Grösse als Snack gegessen, als Gewürz oder für Suppen verwendet.

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Sardellen-Filets sind äusserst zart – es reicht deshalb aus, sie von der Hautseite her zu braten.   Sardellen filetiert

 

Getrocknet sehen die Sardellen etwas anders aus. In dehydriertem Zustand werden sie vor allem in Asien geschätzt.   Sardelle getrocknet

 

Erste Publikation: 11. November 2009
Letzte Modifikation: 12. November 2009
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Im Grunde werden auch gewöhnliche Fischsaucen oft zu einem grossen Teil aus Sardellen hergestellt. In koreanischen Geschäften indes findet man spezielle Saucen, die ausschliesslich aus Sardellen bestehen. Sie sind eine wichtige Zutat verschiedener Kimchi-Rezepte.   Sardellen-Sauce
Erste Publikation: 11. November 2009
Letzte Modifikation: 12. November 2009
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