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Senpuav ist berühmt für seine Gewürzgärten – das spiegelt auch der Name des Dorfes, der «Heiliger Pfeffer» bedeutet.

  Gewürzgarten in Senpuav

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• Suzanne Confiant – die Königin der Gewürze und ihre Boutik Cho

• «Mission Kaki» – die Reiseabenteuer von Hektor Maille, dem berühmten Geheimagenten aus Senpuav

• Tripes à la mode de Senpuav - ein Rezept aus der Küche von Maille

Weiterführende Links

• Karte der ganzen Insel

• Santa Lemusa – Zahlen und Fakten

• Kurzprofil der Insel

 

Symbol Information

Praktische Informationen über die Gemeinde Senpuav – für Reisende auf Santa Lemusa und Freunde unverwechselbarer Gaumenfreuden. Zusammengestellt von der HOIO-Redaktion in Zusammenarbeit mit dem renommierten «Guide Dismin».
Symbol RestaurantLe Taba

Unter der Woche serviert das Restaurant im Zentrum von Senpuav nur Getränke und kleine Imbisse. Das aber ändert sich am Wochenende, wenn die Wirtin Tabatha Coste selbst am Herd steht. Als Tochter eines Franzosen und einer Thailänderin kombiniert sie siamesische Rezepte mit allerlei französischen Tricks – wobei das Asiatische eindeutig im Vordergrund steht. Allerdings werden die einzelnen Delikatessen – im Unterschied zur thailändischen Tradition, die alles zugleich auf den Tisch bringt – hier in Vor- und Hautspeisen unterteilt.

Bei den Vorspeisen gefiel uns der scharfe Glasnudelsalat mit gehacktem Rindfleisch, der in einem Bananenblatt serviert wurde. Eher enttäuschend fiel hingegen die thailändische Gemüseplatte aus – serviert mit einer zu scharf und zu salzig geratenen Dipp-Sauce. Subtil gewürzt war die Ente an Panang-Curry – das mit Chili und Basilikum gebratene Rindfleisch hingegen war mit einer lieblosen Sauce übergossen, in der wir nur den Geschmack von Rinder-Fonds und keine Spuren weiterer Aromatika ausmachen konnten. Hervorzuheben ist indes die Qualität des Fleisches, die hier durchgehend ausgezeichnet ist – auch wo es den Saucen an Subtilität mangelt. Auf der Weinkarte finden sich ein paar schöne Flaschen aus Südafrika, Australien und ein paar überteuerte Exemplare aus Bordeaux. Die Bedienung ist freundlich und flink. Bei schönem Wetter sitzt man wunderbar in dem Garten des Lokals – zwischen Mangobäumen und Kokospalmen, die Tabatah Coste hier hat pflanzen lassen.

Le Taba – Cuisine Thai. Im Zentrum des Dorfes - Eingang von der Hauptstrasse aus via Garten. Geöffnet Montag bis Freitag von 10h bis 19h (nur Café-Betrieb); Samstag und Sonntag von 18h bis 24h (Restaurant-Betrieb). Betriebsferien von Mitte November bis Mitte Dezember. Tel. 03 92 82 04. Kein Menu. A la carte 8/25. Reservation am Wochenende empfohlen.

 

Le Taba

Das «Taba» besticht vor allem auch durch seinen schönen Garten.

 

 

 

 

 

Senpuav - wo der Pfeffer wächst

Einst war Senpuav der Inbegriff von Luxus. Hier, am Südfuss des Majorin, bauten sich die reichen Herrschaften aus Port-Louis riesige Residenzen, hierher zogen sie sich an Wochenenden zurück, hier feierten sie ausgelassene Partys. Doch dann kam die Wirtschaftskrise der frühen 1920er Jahre und viele der wohlhabend Bürger von Santa Lemusa verloren ihr Geld. Wenig später wurde es ausserdem Mode, in der Nähe von Meer und Strand zu bauen – Sonne und Wind waren plötzlich attraktiver als Schatten und Ruhe.

Als Folge davon wurden viele der Villen in Senpuav von ihren Besitzern verlassen. Manche der Gebäude wurden von den Bauern der Gegend als Ställe oder Lagerhäuser gebraucht – die meisten aber blieben leer und zerfielen.

Zerfallene Villa in Senpuav
Auch heute noch sind viele der ehemals so prachtvollen Villen von Senpuav in einem desolaten Zustand.

Senpuav liegt in der südwestlichen Ecke der Forêt de Duvet und der Wald holte sich sein Territorium in Windeseile zurück. Manche der stattlichen Bauwerke von einst sind heute kaum mehr zu sehen – andere sind längst so baufällig geworden, dass keine Rennovation mehr möglich ist.

Zähne fletschen in den Ruinen

In den 50er Jahren wohnte laut offiziellen Angaben nur noch acht Menschen in Senpuav. Dann aber trat Diane Sainclair auf - eine Unternehmerin aus Paris, die sich darauf spezialisiert hatte, Drehorte für billige Horrorstreifen sowie erotische Filme zu finden. Sie kaufte einige der Häuser für einen Pappenstiel auf – liess zwei sehr sorgfältig renovieren und einige soweit herrichten, dass die Draculas in den Ruinen ihre Zähne fletschen konnten ohne dabei Gefahr zu laufen, von einem Balken ihres transilvanischen Schlosses erschlagen zu werden.

 

 
Senpuav Villa Diana Innenraum  
Filmkulisse von einst – heute Ort für Feste und Seminarien: Der Salon der «Villa Diana» im Herzen von Senpuav.  

1971 wurde der erste Film in Senpuav gedreht - die Geschichte einer jungen Adeligen, die in ihrem Haus von einem 2000 Jahre alten Baumgeist gepeinigt wird, in den sie sich schliesslich verliebt. Die kleine Filmindustrie, die hier in den frühen 1970er Jahren heranwuchs und schliesslich mehr als dreissig Filme pro Jahr produzierte, führte zu einer allmählichen Wiederbesiedlung des Dorfes. Als die Firma von Diane Sainclair 1987 unter dubiosen Umständen aufgelöst wurde, lebten bereits wieder mehr als 200 Menschen im Dorf (im Jahr 2000 zählte die Siedlung gut 250 Einwohner).

Senpuav Villa Diana Terrasse
In der Villa «Diana» wurden einst Filme gedreht, heute gehört das Haus der Gemeinde, die es für Seminarien vermietet.

Eines der Häuser von Sainclair (die «Villa Diana») ging in den Besitz der Gemeinde über, die es für vor allem für Feste und Seminarien vermietet. Eine der grössten Villen des Dorfes gehört aber auch heute noch einer französischen Firma, die hier Filme produziert und sogar einen Pool mitten im Urwald ausheben liess. Die Dorfbevölkerung bekommt von diesen Produktionen nicht viel mit – und folglich erzählt man sich die unglaublichsten Geschichten.

Rotgereifter Pfeffer
Rotgereifte Pfeffer in einem der Gewürzgärten von Senpuav.

Auf Santa Lemusa ist Senpuav vor allem wegen seiner Gewürzgärten bekannt. In diesen kleinen, sorgfältig gepflegten Plantagen werden Zimt, Kardamom, Muskat, Pfeffer, Gewürznelken, Vanille und manch anderes Aromatikum angebaut. Auch Suzanne Confiant bezieht einige ihrer Gewürze von hier, um sie dann in den eigenen Werkstätten weiterzuverarbeiten. Der Anbau von Gewürzen hat in Senpuav Tradition – das spiegelt schon der lemusische Name des Dorfes, der wörtlich übersetzt etwa «Heiliger Pfeffer» bedeutet. Wobei uns bisher niemand erklären konnte, was denn am Pfeffer aus diesem Dorf «heilig» sein soll.

 

Senpuav Maison Lara
Die «Maison Lara» – Wohnort des berühmtesten geheimagenten von Santa Lemusa.

Einen gewissen Ruf hat Senpuav auch wegen der «Maison Lara» – einem Haus mit grossem Garten, das etwas am Rande des Dorfkerns liegt. Obwohl von bescheidener Gestalt und Grösse, gehört die «Maison Lara» doch zu den berühmtesten Gebäuden der Gemeinde. Das hat damit zu tun, dass hier Hektor Maille wohnen soll, der beste Mann des Geheimdienstes von Santa Lemusa, des so genannten Deuxième Bureau (siehe «Mission Kaki»). In der Küche der Maison Lara waltet, so der Agent nicht selbst am Herd steht, die Köchin Odette Sissay. Ihr verdanken wir auch viele der Rezepte, die wir auf diesen Seiten wiedergeben – zum Beispiel jenes für die herrlichen Tripes à la mode de Senpuav.

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Der Wald ist in Senpuav omnipräsent - und holt sich schnell zurück, was vom Menschen nicht mehr gepflegt wird.

  Senpuav Wald

Erste Publikation: Dezember 2008
Neue Publikation: 17. Februar 2009
Letzte Modifikation: 17. Februar 2009
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